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Wärmepumpe 2025: Effizient heizen, clever fördern lassen

Aktualisiert: 20. Apr. 2025

Der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist mehr als nur ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit – er ist auch eine Investition in die Zukunft Ihrer Immobilie. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, wachsender Klimaschutzanforderungen und attraktiver Förderprogramme lohnt sich der Blick auf diese moderne Heiztechnologie mehr denn je. In diesem Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Aspekte rund um das Thema Wärmepumpe: von aktuellen Fördermöglichkeiten über Kosten, Effizienz und Amortisation bis hin zur Umrüstung bestehender Gasheizungen. In unserem Beitrag "Wärmepumpe 2025: Effizient heizen, clever fördern lassen" erfahren Sie alles wichtige dazu.


1. Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?


Wärmepumpen nutzen die natürliche Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser, um Gebäude zu beheizen oder mit Warmwasser zu versorgen. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt: Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme, verdichtet diese mithilfe eines Kältemittels und gibt sie über einen Wärmetauscher an das Heizsystem ab.


Je nach Wärmequelle unterscheidet man folgende Typen:


  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt Außenluft als Wärmequelle. Einfach in der Installation, aber abhängig von der Außentemperatur.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): Bezieht Energie aus dem Erdreich über Sonden oder Kollektoren. Höherer Installationsaufwand, aber sehr effizient.

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt Grundwasser als Energiequelle. Hohe Effizienz, aber genehmigungspflichtig.


2. Förderprogramme 2025 – was zahlt der Staat dazu?


Seit dem 1. Januar 2024 gilt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das den Umstieg auf erneuerbare Energien im Gebäudebereich vorantreibt. Für das Jahr 2025 gelten folgende Förderungen beim Einbau von Wärmepumpen:


a) Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Einzelmaßnahmen


Diese Förderung wird über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) abgewickelt:


  • Basisförderung: 30 % der förderfähigen Kosten

  • Effizienz-Bonus: +5 %, wenn eine besonders effiziente Wärmepumpe (z. B. mit natürlichem Kältemittel) eingebaut wird

  • Emissionsminderungs-Bonus: +5 %, bei Austausch von alten Öl- oder Gasheizungen

  • Klimageschwindigkeitsbonus (ehemals "Heizungs-Tausch-Bonus"): +20 %, wenn eine funktionstüchtige fossile Heizung durch eine Wärmepumpe ersetzt wird (nur bis 2028 gültig)


Maximale Förderung: bis zu 70 % der Investitionskosten!


b) KfW-Kreditprogramme (ab Sommer 2025 erwartet)


  • Zinsvergünstigte Kredite für Eigentümer, die in nachhaltige Heizsysteme investieren

  • Kombination mit Zuschüssen aus der BEG möglich


3. Kosten: Was kostet eine Wärmepumpe im Jahr 2025?


Die Kosten für Wärmepumpen variieren stark je nach Art der Wärmepumpe, baulichen Gegebenheiten und Region:

Wärmepumpen-Typ

Kosten (inkl. Einbau)

Luft-Wasser-Wärmepumpe

ca. 12.000 – 20.000 €

Sole-Wasser-Wärmepumpe

ca. 18.000 – 30.000 €

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

ca. 20.000 – 35.000 €

Zusätzlich können je nach Situation folgende Kosten anfallen:


  • Demontage der alten Heizung: 1.000 – 3.000 €

  • Hydraulischer Abgleich & Pufferspeicher: 1.500 – 3.000 €

  • Anpassungen am Heizsystem (z. B. größere Heizkörper oder Fußbodenheizung)


Wichtig: Dank der staatlichen Förderung lassen sich bis zu 70 % der Investition refinanzieren.


4. Effizienz: Wie wirtschaftlich arbeitet eine Wärmepumpe?


Ein zentraler Wert zur Bewertung der Effizienz ist die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie beschreibt das Verhältnis zwischen der eingesetzten elektrischen Energie und der erzeugten Wärmeenergie über ein Jahr hinweg.


  • Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme erzeugt.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen oft Werte von 3,0 – 4,0

  • Erdwärmepumpen schaffen 4,0 – 5,0, teilweise sogar mehr


Ein Beispiel: Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 120 m² und einem Wärmebedarf von 10.000 kWh pro Jahr benötigt mit einer JAZ von 4 etwa 2.500 kWh Strom. Bei einem Strompreis von 30 Cent/kWh entspricht das Heizkosten von rund 750 € jährlich – deutlich günstiger als Öl oder Gas. Nicht mit einberechnet ist hier die Kostensteigerung für Gas in den nächsten Jahren durch die CO2-Bepreisung.


5. Amortisation: Wann rechnet sich die Investition?


Die Amortisationszeit hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Förderhöhe

  • Energiekosten der bisherigen Heizung

  • Effizienz der neuen Wärmepumpe

  • Strompreis (evtl. mit PV-Anlage kombinierbar)


Typisches Beispiel:

  • Investitionskosten: 20.000 €

  • Förderung: 50 % = 10.000 €

  • Einsparung gegenüber Gasheizung: ca. 800 € pro Jahr

  • Amortisation nach ca. 12,5 Jahren


Mit PV-Strom oder bei hohem Gaspreis sogar schneller. Und: Nach der Amortisation produziert die Anlage über Jahre hinweg günstig Wärme – mit minimalem Wartungsaufwand.


6. Umrüstung von Gas auf Wärmepumpe: Das sollten Sie wissen


Viele Eigentümer mit älteren Gasheizungen fragen sich: Lohnt sich der Wechsel – und wie aufwendig ist er?


a) Voraussetzungen prüfen

  • Dämmung: Gut gedämmte Gebäude sind ideal. Ist die Dämmung schlecht, sollte zuerst hier investiert werden.

  • Heizflächen: Wärmepumpen arbeiten effizient mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung sind optimal.

  • Platzbedarf: Für Außengeräte (bei Luft-Wasser-Wärmepumpen) muss ausreichend Raum vorhanden sein.

  • Stromanschluss: Möglicherweise muss der Hausanschluss angepasst werden.


b) Schritt-für-Schritt-Umrüstung

  1. Ist-Analyse durch einen Energieberater (evtl. Pflicht für Förderung)

  2. Auswahl des passenden Wärmepumpen-Typs

  3. Rückbau der alten Gasheizung (inkl. Gasanschluss stilllegen)

  4. Einbau der Wärmepumpe + ggf. Anpassung der Heizflächen

  5. Inbetriebnahme und hydraulischer Abgleich


Tipp: Oft lässt sich der Umbau innerhalb weniger Tage realisieren.


7. Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik: Das perfekte Duo


Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage (PV) ist besonders effizient. Der selbst produzierte Strom kann direkt für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt werden – das senkt die laufenden Kosten deutlich.

Mit einem zusätzlichen Stromspeicher kann auch nachts oder bei schlechtem Wetter ein Teil des Eigenstroms genutzt werden.

Förderung? Ja! Die KfW bietet zusätzliche Programme für PV-Anlagen mit Speicher.


8. Fazit: Die Wärmepumpe ist die Zukunft – und die Gegenwart


Die Wärmepumpe ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch wirtschaftlich attraktiv – vor allem dank der umfangreichen Förderungen im Jahr 2025. Wer heute umsteigt, profitiert von geringeren Betriebskosten, hoher Versorgungssicherheit und steigert den Wert seiner Immobilie nachhaltig.

Ob Neubau oder Altbau, ob mit Gas, Öl oder Strom beheizt: Eine Wärmepumpe ist fast immer eine gute Wahl – besonders, wenn man die Investition mit staatlicher Hilfe clever plant.


Sie denken über den Umstieg auf eine Wärmepumpe nach? Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung, Beratung zu Fördermöglichkeiten und vermitteln Ihnen zuverlässige Partner für den Einbau – sprechen Sie uns einfach an!

Wärmepumpe vor dem Haus und Installation durch Techniker, Förderung, Kosten

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